Wissen & Spiritualität

Ramadan verstehen

Fasten, Iftar, Spiritualität und Gemeinschaft – eine verständliche Einführung in den Monat Ramadan und seine Bedeutung.

Iftar.at

Countdown bis Ramadan

Der nächste Ramadan beginnt voraussichtlich am 8. Februar 2027.

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Das Datum ist eine voraussichtliche Angabe und kann je nach Mondsichtung und lokaler Ankündigung abweichen.

Was ist Ramadan?

Ramadan ist der neunte Monat des islamischen Mondkalenders und für Muslim:innen eine besondere Zeit des Fastens, der Spiritualität, der Selbstdisziplin, der Dankbarkeit, des Gebets, der Qur'an-Rezitation, der Wohltätigkeit und der Gemeinschaft.

Da Ramadan dem Mondkalender folgt, verschiebt sich der Zeitraum jedes Jahr. Der genaue Beginn kann je nach Mondsichtung, Land und religiöser Autorität leicht abweichen.

Was bedeutet Fasten?

Fasten bedeutet im Ramadan, von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang bewusst auf Essen, Trinken und weitere Dinge zu verzichten, die das Fasten brechen. Gleichzeitig geht es nicht nur um äußeren Verzicht, sondern auch um innere Ausrichtung: Geduld, Achtsamkeit, Dankbarkeit, Selbstkontrolle und Nähe zu Gott.

Suhur und Iftar

Suhur ist die Mahlzeit vor Beginn des Fastens in der Morgendämmerung. Iftar ist das Fastenbrechen nach Sonnenuntergang. Viele Menschen brechen das Fasten traditionell mit Datteln und Wasser und essen anschließend gemeinsam mit Familie, Freund:innen, Gemeinde oder Gästen.

Dua

Dua zum Fastenbrechen

Viele Muslim:innen sprechen beim Fastenbrechen eine Dua. Je nach Familie, Region und religiöser Praxis können unterschiedliche überlieferte Formulierungen bekannt sein.

  1. اللَّهُمَّ لَكَ صُمْتُ وَعَلَى رِزْقِكَ أَفْطَرْتُ

    Allahumma laka sumtu wa ʿala rizqika aftartu.

    Umschrift

    Bedeutung:O Allah, für Dich habe ich gefastet und mit Deiner Versorgung breche ich mein Fasten.

  2. ذَهَبَ الظَّمَأُ وَابْتَلَّتِ الْعُرُوقُ وَثَبَتَ الْأَجْرُ إِنْ شَاءَ اللَّهُ

    Dhahaba aẓ-ẓamaʾu wabtallatil-ʿurūq wa thabatal-ajru in shāʾa Allāh.

    Umschrift

    Bedeutung:Der Durst ist vergangen, die Adern sind befeuchtet und der Lohn ist gewiss, so Allah will.

Diese Duas sind als allgemeine Orientierung gedacht. Je nach Rechtsschule, Überlieferungsbewertung und lokaler Praxis können unterschiedliche Formulierungen verwendet werden. Bei religiösen Fragen bitte eine vertrauenswürdige religiöse Quelle oder lokale Gemeinde konsultieren.

Die Absicht (Niyyah)

Im Islam spielt die Absicht eine zentrale Rolle. Beim Fasten geht es nicht nur um die äußere Handlung, sondern auch darum, bewusst für Gott zu fasten. Viele Menschen fassen die Absicht innerlich vor dem Fastentag. Die genaue sprachliche Form kann je nach Praxis unterschiedlich sein.

Diese Seite bietet nur eine allgemeine Einführung und ersetzt keine religiöse Beratung.

Ramadan als Monat des Qur'an

Ramadan ist eng mit dem Qur'an verbunden. Viele Muslim:innen nehmen sich in diesem Monat bewusst mehr Zeit für Qur'an-Rezitation, Nachdenken, Lernen und spirituelle Reflexion.

Praktische Idee

Jeden Tag einen kleinen Abschnitt lesen, eine Bedeutung nachschlagen oder gemeinsam mit anderen reflektieren.

Gebet, Tarawih und Gemeinschaft

Neben dem Fasten spielt das Gebet im Ramadan eine wichtige Rolle. Viele Gemeinden kommen abends zu zusätzlichen Gebeten zusammen. Für viele Menschen ist Ramadan deshalb auch ein Monat der Begegnung, der Moschee, der Familie und des gemeinsamen Lernens.

Gebetszeiten und lokale Angebote unterscheiden sich je nach Gemeinde.

Sadaqah, Zakat und Teilen

Ramadan ist auch eine Zeit der Großzügigkeit. Viele Muslim:innen spenden in diesem Monat bewusster, unterstützen Bedürftige, laden Menschen zum Iftar ein oder engagieren sich in der Gemeinschaft.

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Die letzten zehn Nächte und Laylat al-Qadr

Die letzten zehn Nächte des Ramadan haben für viele Muslim:innen eine besondere Bedeutung. In dieser Zeit wird besonders auf Gebet, Dua, Qur'an, Sadaqah und persönliche Reflexion geachtet. Laylat al-Qadr, die Nacht der Bestimmung, wird häufig in den ungeraden Nächten der letzten zehn Nächte gesucht.

Der genaue Zeitpunkt wird unterschiedlich behandelt. Viele Menschen bemühen sich deshalb besonders in den letzten zehn Nächten insgesamt.

Eid al-Fitr

Eid al-Fitr, oft auch Ramadanfest oder Zuckerfest genannt, markiert das Ende des Ramadan. Es ist ein Tag des Gebets, der Freude, der Familie, des Besuchs, des Teilens und der Dankbarkeit. Vor dem Eid-Gebet wird Zakat al-Fitr entrichtet, damit auch Bedürftige am Fest teilhaben können.

Ramadan für Gäste und Kolleg:innen

Wer zu einem Iftar eingeladen wird, muss selbst nicht fasten. Wichtig sind Respekt, Pünktlichkeit, Offenheit und ein Verständnis dafür, dass Gebetszeiten, religiöse Praxis und gemeinsames Essen Teil des Abends sein können.

  • Pünktlich zum Fastenbrechen kommen
  • Bei Unsicherheit einfach respektvoll fragen
  • Keine langen Diskussionen über Fasten beim Essen erzwingen
  • Ein kleines Mitbringsel wie Datteln, Süßes oder eine Karte ist oft eine schöne Geste
  • Gebetszeiten respektieren

Häufige Fragen

Muss ich fasten, wenn ich zu einem Iftar eingeladen bin?

Nein. Gäste müssen nicht fasten. Viele Iftare sind bewusst offen für Freund:innen, Kolleg:innen oder Nachbar:innen.

Warum werden oft Datteln und Wasser gereicht?

Viele Menschen brechen das Fasten traditionell mit Datteln und Wasser. Danach folgt oft das Gebet und anschließend eine größere Mahlzeit.

Darf ich als nicht-muslimische Person teilnehmen?

Wenn du eingeladen bist oder eine Veranstaltung öffentlich ist, ja. Wichtig sind Respekt, Offenheit und die Beachtung der jeweiligen Hinweise der Veranstalter.

Wann beginnt Ramadan?

Ramadan folgt dem islamischen Mondkalender. Der genaue Beginn kann je nach Mondsichtung und lokaler Ankündigung variieren.

Wo finde ich Iftar-Angebote?

Im Iftar.at Kalender und unter Restaurants & Menüs findest du Veranstaltungen, Lokale und mögliche Iftar-Angebote in Österreich.

Quellen & Hinweise

Diese Seite bietet eine allgemeine Einführung in Ramadan, Fasten und spirituelle Praktiken. Sie ersetzt keine religiöse Beratung, keine Fatwa und keine medizinische Beratung. Für persönliche religiöse Fragen wende dich bitte an eine vertrauenswürdige religiöse Ansprechperson oder deine lokale Gemeinde.